Was ist VASiSTAS?
VASiSTAS gibt es online und offline: als Blog und Magazin im Sinne einer virtuellen Künstlerkartei und seit 2014 auch als Off-Space - ein Projektraum für zeitgenössische Kunst, mit Einzel- und Gruppenausstellungen, Installationen und Performance. Heute ist es vor allem auch ein Experimentierraum. Hier entwickeln wir neue Formate und spielen mit virtuellen Darstellungsformen von Kunst und Konformität.

Wer ist VASiSTAS?
Wir sind Christian Rätsch, Miriam Klugmann und Raiko Sánchez. Christian ist freischaffender Künstler und verdingt sich außerdem als Kreativ-Berater. Er hat an der HfBK Kunst studiert - so wie auch Raiko, der ebenfalls freischaffender Künstler ist und vorher viele Jahre im EX14 - Raum für zeitgenössische Kunst mitgewirkt hat. Miriam hat in Dresden ihren Master in Literatur- und Kulturwissenschaften gemacht, wodurch sie Christian kennengelernt hat, weil sie einen Platz zum schlafen bei der Wohnungssuche brauchte. Heute ist sie Kommunikationsberaterin und lebt in Leipzig. Eine lose Anzahl Autor*innen gehören auch dazu, die unsere Webseite unterstützen.

Das ist Vasistas: Miriam, Christian & Raiko (v.l.n.r)

Welche Intention steht hinter VASiSTAS?
Online war das Ziel von Anfang an, Künstler*innen eine Plattform für ihre Kunst zu bieten und damit mit zu größerer Reichweite für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst zu verhelfen. Es war - neben den redaktionellen Beiträgen durch Rezensionen und Kritiken - immer schon vorrangig Präsentationsplattform. „Offline“ gegangen sind wir im Herbst 2014, weil wir in Dresden nicht nur virtuell zeigen wollten, dass hier echtes Leben in der Kunst herrscht, sondern auch etwas bewegen wollten - nämlich auch mal ein paar Menschen auf die „andere" Elbseite.Heute ist VASiSTAS ein Experimentierraum, der jetzt einen Knotenpunkt zwischen Kunst und medialen Darstellungsformen darstellt. VASiSTAS-TV ist quasi das neue Baby, dessen Wiege ebenfalls auf der Altstadtseite steht. Um Kunst zugänglich für mehr als nur eine Handvoll von Leuten mit special interests zu machen, stellen wir uns medial gesehen breit auf: Neben der Webseite und den Ausstellungen durch Twitter, Instagram, Facebook und jetzt auch das TV.

Die Ausstellung COLORSHIFT mit dem Künstler Maximillian Stühlen war die vorerst letzte Ausstellung im Off-Space.

Wie hat es begonnen?
VASiSTAS ist eine Initiative, die Christian als Artist in Residence in Istanbul als Blog über die Kunstszene in der Türkei gestartet hat. Nach seiner Rückkehr hat es sich zusammen mit Miriam zum Magazin im Sinne einer virtuellen Künstlerkartei und zum OffSpace weiterentwickelt. VASiSTAS ist nämlich ein türkisches Lehnwort und bedeutet „Oberlichtfenster“. Die Idee war ganz simpel: Neugierde steht bei Kunst immer am Anfang und zwar mit einer einfachen Frage: Was ist das? Das Oberlicht bringt Licht ins Dunkel. Damit war der Grundstein gelegt: Zuerst der Content, dann die Akquise und dann Butter bei die Fische, dann haben wir unsere ersten zehn Künstler aus unserer „featured“ genannten Online-Kartei eingeladen, für unsere erste Gruppenausstellung. Raiko kam später zur Unterstützung ins Team, seit geraumer Zeit ist er auch die treibende Kraft, was das neue TV-Format angeht.

Was würdet ihr gern noch machen bzw. Was kommt als nächstes?
Zurzeit konzentrieren wir uns ja besonders auf die experimentellen Möglichkeiten vom Projektraum - Ausstellungstechnisch legen wir zwar momentan eine kleine Lohn-und-Brot-bedingte Pause ein, zumindest war die proaktive Umsetzung der relativ zeitintensiven Einzelausstellungen angeht. Aber wir beteiligen uns an Kooperationen und Projekten mit anderen Räumen in Dresden, streben auch online mehr Kooperationen an, zur Zeit mit einigen Kunsthistorikerinnen. Das neue TV-Projekt ist definitiv eine Form, die es so in unserem Gefilde nicht gibt, alleine deswegen wollen wir das vertiefen. Es stehen noch mehr Überlegungen im Raum, wie wir Schnittstellen zwischen Ausstellungsformen und Onlinebusiness nutzen können, aber da halten wir uns noch bedeckt. An Ideen mangelt es uns jedenfalls nie! Die aktuelle Ausgabe von VASiSTAS TV könnt ihr übrigens immer auf unserer Webseite und auf YouTube ansehen.


Webseite: vasistas-magazine.com/

YouTube: www.youtube.com/channel/UCeWCaD0gnstEtVS9uYl-wAQ

Autor: banq.de (09.04.2018)
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